“Cooper & Co. Der wilde Westen im Film”
Das Buch heißt: “Cooper & Co. Der wilde Westen im Film” und ist im Osburg Verlag Hamburg im März 2026 erschienen. Der Autor heißt Wolf Kampmann und wohnt in Berlin.
Es geht um die Buchvorstellung, keine Lesung. Diese soll am 18. Mai im Puschkino um 20.00 Uhr stattfinden. Das einführende Gespräch wird Judith Behrens mit dem Autor führen. Es wird auch einen Buchverkauf nach dem Film geben und Wolf Kampmann wird die gekauften Bücher auch signieren.
Anschließend zeigen wir den Western “Einsam sind die Tapferen”. Das war der Wunsch des Autors.
Wann immer der Western als Filmgenre totgesagt wird, erlebt er eine neue Blüte. Woran liegt das? Die Antwort ist einfach. Der Plot des Westerns ist so alt wie die Kulturgeschichte der Menschheit. Es ist die ewige Fabel von Jäger und Gejagtem, Treue und Verrat, Moral und Verwerflichkeit, Mensch und Natur. Sie findet sich wieder in jenen Geschichten von der imaginären, sich fortwährend von Osten nach Westen verschiebenden Frontier und dem immer wiederkehrenden Good Bad Man, der sich über seine zweifelhafte Vergangenheit hinwegsetzt und zum Beschützer der Guten und Schwachen aufwirft. So geschehen in den Western der Stummfilmepoche, den amerikanischen Western der McCarthy Ära, des Korea- und Vietnamkriegs, dem Italowestern und den deutschen Karl-May- und DEFA-Indianerfilmen, dem modernen und internationalen Western. Mit diesen Filmen sind so legendenhafte Filmstars wie John Wayne, Gary Cooper und Clint Eastwood, aber auch Franco Nero, Pierre Brice und Gojko Mitić verbunden. Kaum ein anderes Genre ist so klischeebeladen wie der Western, und doch führt gerade der Western oft seine eigenen Klischees hämisch grinsend ad absurdum. Und der Western ist vielfarbiger, als es auf den ersten Blick erscheinen mag. Die Rolle der Frau, der Indigenen, der Afroamerikaner oder Mexikaner hat sich im Lauf eines Jahrhunderts gewandelt, mit Themen wie Homosexualität und Homosozialität wird, wenn auch zaghaft, immer offener umgegangen.
Wolf Kampmann, geboren 1962, ist ein deutscher Kulturjournalist, Romanautor, Radiomacher und Hochschullehrer. Bei Reclam veröffentlichte er Jazz – eine Geschichte von 1900 bis übermorgen und als Autor und Herausgeber das Jazz Lexikon, bei Rowohlt gemeinsam mit Siegfried Schmidt-Joos das Rocklexikon. Im Osburg Verlag erschienen die beiden Romane Gustav und Schuhbrücke.