Stummfilmkonzert “Das Cabinet des Dr. Caligari”

Die Bin­nen­hand­lung des expres­sio­nis­ti­schen Stumm­film­klas­si­kers erzählt die Geschich­te des wahn­sin­ni­gen Dr. Cali­ga­ri, der mit Hil­fe eines Som­nam­bu­len (Schlaf­wand­ler) namens Cesa­re eine klei­ne nord­deut­sche Stadt in Angst und Schre­cken ver­setzt. Tags­über prä­sen­tiert Cali­ga­ri den an einer merk­wür­di­gen, trance­ar­ti­gen Krank­heit lei­den­den Cesa­re auf dem Jahr­markt. Dort sagt der hoch­ge­wach­se­ne, dür­re und blas­se Som­nam­bu­le den Schau­lus­ti­gen die Zukunft vor­aus. Des Nachts aber schleicht die­ser Skla­ve Cali­ga­ris durch die Stadt und begeht unter dem Ein­fluss sei­nes Herrn furcht­ba­re Mor­de. Als eines Nachts ein jun­ger Mann ermor­det wird, dem Cesa­re den nahen Tod pro­phe­zeit hat­te, ahnt Fran­cis, ein Freund des Toten, dass Dr. Cali­ga­ri mit der Sache zu tun hat. Die Rah­men­hand­lung schafft die Dop­pel­bö­dig­keit des Films: denn Fran­cis, der die Geschich­te von Dr. Cali­ga­ri erzähl­te, ist selbst Insas­se der Ner­ven­heil­an­stalt. Wir zei­gen die restau­rier­te Fas­sung von 2014.

Prä­sen­tiert vom For­mat Film­kunst e.V. „Stumm­film Revo­lu­tio­nen” – Film­rei­he, in Koope­ra­ti­on mit der Stadt Hal­le. Gewid­met unse­rem im Janu­ar ver­stor­be­nen Freund und lang­jäh­ri­gen Kura­tor der Rei­he, Tho­mas Jesch­ner. Musi­ka­li­sche Beglei­tung von Mar­tin Hanisch an der Bb-Kla­ri­net­te und dem Saxo­phon sowie von Albrecht Brandt am Kon­tra­bass.

Das Cabi­net des Dr. Cali­ga­ri, DE 1919, Regie: Robert Wie­ne mit: Wer­ner Krauß, Con­rad Veidt, Fried­rich Feher, Lil Dago­ver, 77 Min.